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Match: SK Rapid Wien – FC Santa Coloma
Wettbewerb: 2. Qualifikationsrunde UEFA Europa Conference League 2026/2027
Zuschauer: 13.208
Der SK Rapid hatten den FC Santa Coloma aus Andorra im Quali-Hinspiel mit 3:1 besiegt und ging auch als klarer Favorit ins Rematch vor heimischer Kulisse. Die Ausgangslage versprach damit nicht besonders viel Spannung.
An- und Abreise
Wien ist eine Weltstadt, in der Deutsch gesprochen wird. Auch unerfahrene Reisende müssen sich hier keine Sorgen machen, sich nicht verständigen zu können. Bezahlt wird mit dem Euro, in den allermeisten Fällen kontaktlos. Bargeld wird jedoch in den meisten Fällen ebenfalls akzeptiert.
Das Weststadion befindet sich in Hütteldorf im Westen Wiens. Mit der U-Bahn-Linie 4 ist das Stadion direkt zu erreichen. Die Anreise aus der Innenstadt ist zügig und dauert ungefähr 20-25 Minuten. Wer aus Richtung Donau kommt und vom Praterstern anreist, muss umsteigen und sollte daher ein paar Minuten mehr einplanen. Die U-Bahnen in Wien fahren in einer solchen Taktung, dass das Weststadion ohne längere Wartezeiten zu erreichen ist. Hier gilt jedoch wie in allen anderen Stadien: Je später, desto voller wird es. Nichtsdestotrotz gehört das Stadion zu den gut erreichbaren Arenen.
Wer mit dem Auto kommen möchte, wird auf wenige Parkmöglichkeiten treffen. Es gibt zwar die „SK Rapid Garage“, darüber hinaus sieht es mit Parkplätzen jedoch eher dünn aus. In einer Stadt wie Wien ist die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel ohnehin zu empfehlen (Tagesticket für alle Verkehrsmittel 9,70€).
Nach dem Spiel ist die Abreise ebenso einfach wie die Anreise. Die Bahnen sind zwar voll, die hohe Taktung macht dies jedoch wieder wett.
Stadion
Das Weststadion bietet 28.345 Zuschauern Platz und ist eine sehr moderne Arena aus dem Jahr 2016. Die organisierte Fanszene steht im Block West. Die Sitzplätze sind überdacht und bieten ausreichend Beinfreiheit. Das Stadion verfügt nur über einen Rang. Ein Sitzplatz der höchsten Kategorie direkt an der Mittellinie (kein VIP) kostete für dieses Spiel 30€.
Das Catering kann überzeugen. Ausgeschenkt wird Gösser, der halbe Liter kostet 5,70€. Kleiner Minuspunkt: Auch der halbe Liter Wasser ist mit 4,30€ durchaus hochpreisig. Das Essen ist nicht überteuert (Schnitzelsemmel 5,20€).
Bezahlt wird eigentlich mit der Rapid Marie, einer eigenen Stadion-Bezahlkarte. Die Zeit der von Vereinen eigens ausgegebenen Bezahlkarten hatte ich eigentlich für vergangen gehalten – in Wien lebt sie noch. Der SK Rapid unterhält jedoch nebenbei ein zweites System, bei dem man die eigene Bestellung auch ganz normal mit der eigenen Kreditkarte bezahlen kann. Das tut auch (zumindest meinen Beobachtungen nach) der Großteil der Gäste. Insofern unterscheidet sich eigentlich nichts von der fast überall üblich gewordenen bargeldlosen Kartenzahlung – außer dass man eben auch noch mit einer aufladbaren Karte bezahlen kann.
Atmosphäre
Der SK Rapid verfügt über eine laute und starke aktive Fanszene, die die Mannschaft mit einer Choreo begrüßte.
Spielverlauf
Die Rovers mussten zwei Tore Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Man merkte vom Anstoß an, dass das auch ihr großes Ziel war. Shamrock lief hoch an und ließ Ararat kaum Luft zum Atmen. Folgerichtig gingen die Rovers in der 11. Minute auch bereits mit 1:0 in Führung. Einen Weckruf für die Armenier bedeutete jedoch auch das nicht. Nach 36 Minuten stellten die weiterhin drückend überlegenen Iren bereits auf 2:0. Zur Pause war das Hinspielergebnis demnach bereits egalisiert.
Die irischen Fans stellten in der Pause fest: Jetzt einen nachlegen, die Armenier sind verunsichert. Sie sollten jedoch Unrecht behalten. Die Armenier kamen deutlich verbessert aus der Pause, den Iren schien es an Kraft zu fehlen, um das hohe Pressing aufrechtzuerhalten, das noch in den ersten 45 Minuten die Basis für die eigene Überlegenheit bildete. Es entwickelte sich eine Anfangsphase mit vielen Halbchancen, jedoch ohne größere Torchancen. Wenn eine der beiden Mannschaften sich dem Tor allerdings ernsthaft annäherte, waren es eher die Rovers.
Nun sollten es also taktische Kniffe von der Bank richten. Erst in der 72. Minute gab es den ersten Tausch – Carlos Franca wurde eingewechselt und übernahm den rechten Flügel der Armenier. Nur Sekunden nach seiner Hereinnahme ließ er gleich mehrere Iren ganz schlecht aussehen, brachte den Ball in die Mitte und leitete den Anschlusstreffer ein. Somit waren die Armenier wieder weiter.
In der Schlussphase warfen die Rovers alles nach vorn, brachten noch mehrere Stürmer, die jedoch allesamt technisch eher unglücklich aussahen. Auch absolute Topchancen konnten sie nicht verwerten. So gewannen die Rovers zwar am Ende mit 2:1, verpassten jedoch die dritte Runde der Qualifikation zur UEFA Champions League. Der Trost: Sie dürfen in der Qualifikation zur Europa League weiterspielen.
Fazit
Einerseits ist Dublin als Stadt selbst definitiv eine Reise wert. Wer sich für vergleichsweise kleines Geld mal wie ein echter VIP fühlen will, ist in Tallaght völlig richtig. Insbesondere das Premium-Angebot ist bodenständig, bezahlbar und macht großen Spaß. Die Art und Weise, wie hier auf allen Rängen Fußball gelebt wird, mit all der Emotionalität bis in die Hospitality hinein, zeigt, dass das Spiel am Ende doch eines für alle ist. Das ist Fußball.
